Was gehort in ein Lastenheft?

Published by Charlie Davidson on

Was gehört in ein Lastenheft?

Das Lastenheft beschreibt die Anforderungen des Auftraggebers an den im Rahmen des Projekts zu erbringenden Leistungsumfang. Grundsätzlich sollte der Auftraggeber das Lastenheft formulieren. Es dient dann als Grundlage zur Einholung von Angeboten (Ausschreibung, Angebotsanfragen).

Wie erstelle ich ein Lastenheft?

In Anlehnung an das V-Modell XT sollte ein Lastenheft wie folgt strukturiert sein:

  1. Einleitung.
  2. Beschreibung der Ausgangssituation und der Zielsetzung.
  3. Funktionale Anforderungen.
  4. Nicht–funktionale Anforderungen.
  5. Gesamtsystem-Architektur.
  6. Anforderungen an die Funktionssicherheit.
  7. Lieferumfang.

Ist ein Lastenheft notwendig?

Ein Lastenheft ist hilfreich, wenn Sie jemandem anderen mitteilen wollen, welche Leistungen Sie von ihm erwarten. Das betrifft vor allem Unternehmen, die ein anderes Unternehmen mit der Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen beauftragen wollen. Der Lieferant muss dann wissen, was genau sein Kunde will.

In welcher Phase Lastenheft?

Das Lastenheft sollte in einer möglichst frühen Phase des Projektes erstellt werden. Idealerweise wird es sogar noch vor dem eigentlichen Projektauftrag erstellt, so dass der Projektauftrag auf das Lastenheft referenzieren kann.

Wer schreibt das Pflichtenheft?

Nach VDI-Richtlinie 3694 erstellt der Auftragnehmer das Pflichtenheft unter Beachtung der im Lastenheft genannten Anforderungen an das Automatisierungssystem. Das Pflichtenheft wird vom Auftragnehmer formuliert und auf dessen Wunsch vom Auftraggeber bestätigt.

Warum sind Lasten und Pflichtenheft notwendig?

Das Lastenheft beschreibt die gesamte Funktionalität, die eine Software erfüllen soll, und dient als Grundlage für die Einholung von Angeboten. Das Pflichtenheft stellt die Softwarelösung des Anbieters dar und beschreibt, wie die im Lastenheft gewünschten Funktionen umgesetzt werden.

Was bringt ein Lastenheft?

Gemäß DIN 69901-5 (Begriffe der Projektabwicklung) beschreibt das Lastenheft die “vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages”. Das Lastenheft beschreibt in der Regel somit, was und wofür etwas gemacht werden soll.

Welche Angaben finden sich typischerweise in einem Lastenheft?

Folgende Angaben werden typischerweise berücksichtigt:

  • Einführung.
  • Beschreibung des Istzustands.
  • Beschreibung des Soll-Konzepts.
  • Beschreibung von Schnittstellen.
  • Funktionale Anforderungen.
  • Nichtfunktionale Anforderungen. Benutzbarkeit. Zuverlässigkeit.
  • Risikoakzeptanz.
  • Skizze des Entwicklungszyklus und der Systemarchitektur.

Was kommt zuerst Pflichtenheft oder Lastenheft?

Definition Pflichtenheft – Die Antwort auf das Lastenheft Erst wenn vom Kunden das Lastenheft erstellt wurde, kann der Projektdurchführende (Auftragnehmer oder Dienstleister) das Pflichtenheft erstellen. Dieses bildet sozusagen die Antwort auf das Lastenheft.

Was macht ein gutes Lastenheft aus?

Denn ein gutes Lastenheft ist für ein Projekt wie eine Wegbeschreibung, die klar festlegt, wo es losgeht und wo es hingehen soll. Außerdem ist ein gut strukturiertes Lastenheft für Auftragnehmer attraktiv – es zeigt, dass Sie als Auftraggeber sich genau im Klaren darüber sind, wie Sie Ihr Projekt umsetzen wollen.

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